Erzählkunst e.V.

Seit tausenden von Jahren, schon lange bevor Menschen schreiben und lesen konnten, wurden Geschichten erzählt. Von Mund zu Ohr, Auge in Auge ohne ein Blatt vor dem Mund oder ein Buch, eine vierte Wand zwischen dem Erzählende und den Zuhörenden. 

Die große Bühne, das große Kino entsteht im Kopf. Kein Tropfen Blut muss vergossen werden um ein Blutbad anzurichten. 

Blut ist die treibende Kraft in vielen Erzählungen. Mit Blutstropfen im Schnee beginnt ein Kinderwunsch, mit Blutstropfen im Taschentuch werden die beschützenden Kräfte der Mutter weitergegeben, Blutstropfen im Schuh verraten die falsche Frau. Blutig sind häufig die Bestrafungen der Bösen und die Rache der Wütenden. Blutig ist so manche Herrschaft und das Ringen um diese.

Blut ist die Grundlage unseres Lebens.

Blut ist aber auch häufig der Schlüssel zum Übertritt in andere Welten. 

In zwei Veranstaltungen möchten wir eine Vielfalt von Geschichten präsentieren, in denen Blut eine wichtige Rolle spielt.

„Dunkles Blut“ als Titel der Veranstaltung am Freitagabend ab 20 Uhr in der Abbaubar im Kellergewölbe beinhaltet den Teil der Erzählungen, die aufgrund ihrer Inhalte und/oder drastischen Erzählweise Erwachsenen vorbehalten sein soll.

„Helles Blut“ als Titel der Veranstaltung am Samstagnachmittag um 16 Uhr im Musik und Bewegungsraum im ersten OG. präsentiert Erzählungen, in denen Blut eine wichtige Rolle spielt und die trotzdem familientauglich sind. Ein reines „Kinderprogramm“ für die Kleinen ohne Erwachsenenbegleitung sind sie dennoch nicht.

Es erzählen Hannah Hofmann, Naemi Schmidt-Lauber, Stefan Kühne, Wim Rooth, Sven Tjaben u.a. 

Sie werden unterstützt von dem Geräuschemacher und Musiker Uli Sachse

Foto: Dilenz